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Das ist KEIN Südflug Schutzgebiet

19.07.2005
2,5 Mio. EUR Hagelschaden
Frohnleiten > Weiz > Hartberg
Weiz

2,5 Mio. Euro Schaden nach Hagelunwetter

5000 Hektar landwirtschaftliche Flächen wurden in der Steiermark von den Schloßen schwer in Mitleidenschaft gezogen.

"Solche Unwetter gibt es bei uns nur alle zehn bis 20 Jahre. Bis zu 18 Kilometer hoch haben sich die Gewitterwolken aufgetürmt." Gebannt und erstaunt über das Ausmaß hatte Reinhold Lazar vom Institut für Geographie und Raumkunde am Montagabend auf dem Wetterradar den Hagelsturm verfolgt, der seine Schneise durch die Steiermark schlug. Und dabei Millionenschaden verursachte. Alleine in der Landwirtschaft dürften 2,5 Millionen Euro "verhagelt" worden sein- - und da sind die zum Teil erheblichen Schäden an Häusern und Autos noch nicht eingerechnet.

Hagel: Die bis zu tennisball großen Hagelkörner zerschlugen in der Ober- und Oststeiermark Autoscheiben, schlugen tiefe Dellen in Motorhauben und sogar Löcher in Hausdächer. 5000 Hektar landwirtschaftliche Flächen wurden von den Schloßen schwer in Mitleidenschaft gezogen. "Der Korridor ist außergewöhnlich lang. Er zieht sich von Treglwang über Frohnleiten über Weiz bis nach Kaindorf bei Hartberg" berichtet Johann Fank, Landesleiter der Hagelversicherung, der am Dienstag selbst im betroffenen Gebiet unterwegs war. Vor allem den Obstbau hat es schwer getroffen. Viele Früchte wurden aufgeschlagen. Im Ackerbau sei das Ausmaß geringer. Laut Fank hätte es noch schlimmer kommen können. "Die Hagelkörner waren zwar sehr groß, aber der Niederschlag nicht sehr dicht.

Richtungsstreit. Wissenschafter Lazar ist da anderer Meinung. Der Schaden hätte weitaus geringer sein können, wäre die von den Unwettern besonders schwer betroffenen Gemeinde Frohnleiten nicht aus der Genossenschaft der steirischen Hagelabwehr ausgestiegen, ist er überzeugt. Schon seit 20 Jahren erforscht er die Hagelbekämpfung. "Die Minderung des Schadensausmaßes durch das Versprühen von Silberjodid in den Gewitterwolken ist mittlerweile nachgewiesen." Was der Frohnleitner Bürgermeister Manfred Grundauer jedoch bezweifelt. Und als weiteren Grund für den Ausstieg die Angst mancher Bauern anführt, die Hagelflieger würden Regen vertreiben. Und so machten die Flugzeuge der steirischen Hagelabwehr einen weiten Bogen um die Gemeinde.

Maschinen. "In den anderen Bereichen, in denen wir mit unseren drei Maschinen zwei Stunden lang im Einsatz waren, ist viel weniger passiert", so Franz Gruber von der steirischen Hagelabwehr, die 94 Gemeinden im Osten der Steiermark betreut. Diese zahlen durchschnittlich 3000 Euro pro Jahr für den Kampf gegen den Hagel. Laut Fank war dieses Unwetter das erste große in diesem Sommer. Aber sicher nicht das letzte. "Von Mai bis August gibt es im Durchschnitt nahezu an jedem dritten Tag eines." Bis Montagabend waren sie aber kleinräumig und nicht so heftig.


Zeitungsanzeige im Jahre 2007 in der Steiermark

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