SÜDFLUG Ges.m.b.H. 9873 DÖBRIACH am Millstättersee, Seeleiten 8
Kommerzialrat Walter Golob GF
Tel.: 0043 4246 7488 H: 0664 3453 750 HAGELABWEHRGeschichte der Hagelabwehr in der SteiermarkSchon seit über 60 Jahren ist man bemüht, gegen den Hagel anzukämpfen. Jedoch sind erst auf Grund der wissenschaftlichen Forschungen und deren Erkenntnissen nach dem 2. Weltkrieg Verfahren entwickelt worden, die zu Teilerfolgen führten. Zunächst versuchte man es mit Generatoren, mit welchen Silberjodid am Boden verbrannt und mit Hilfe der Warmluft in die Luft stieg. Daraufhin wurden Raketen eingesetzt, die Silberjodid direkt in den Kern der Gewitterwolke transportieren sollten. Bereits 1956 wurde die Hagelabwehr mit Silberjodidraketen, nach dem Südtiroler Beispiel, im Raum Langenlois und Umgebung organisiert und bis 1976 durchgeführt. Zu dieser Hagelabwehr mittels Silberjodidraketen kann festgestellt werden, daß es ähnlich große Hagelschläge, wie in den Jahren 1953, bzw. 1955 nicht gab. Ob es ein Erfolg der Hagelabwehr oder Zufall war, ist im Nachhinein schwer zu beweisen. Gründe für die Einstellung der Hagelabwehr mit Silberjodidraketen waren vor allem: Gründe für die Einstellung der Hagelabwehr mit Silberjodidraketen waren vor allem, daß es an einem geschlossenen Abwehrnetz mangelte, da sich einzelne Orte nicht an der Hagelabwehr beteiligten (mit diesem Problem kämpft heute auch noch die Hagelabwehr mit Flugzeugen) und der Schütze - wie bei den Bodenbrennern - nicht sein Gebiet schützt, da sich die Gewitterwolke weiterbewegt. Es bestand auch die Gefahr, daß zuwenig Kondensationskerne ausgebracht werden, was den Effekt umkehrt, d. h. der Hagelschlag wird verstärkt. daß die Raketen nur lückenhaft, und damit wenig effizient in den verbliebenen Weinbauorte eingesetzt wurden, da infolge des Schützenmangels die Abschußeinrichtungen nicht vollzählig und ausreichend besetzt werden konnten. Weiters wurde der Antrag auf Genehmigung der Verwendung von Silberjodidraketen mit größeren Steighöhen (2500 m) vom Bundesamt für Zivilluftfahrt wegen Gefährdung des zivilen Flugverkehrs abgelehnt. Als weiteres Argument gegen den Einsatz der Raketen kam noch hinzu, daß die Schützen gefährdet waren. Es kam hin und wieder zu Unfällen mit zu früh explodierenden Raketen. Die aufgezählten Gründe bildeten den Anstoß dafür, sich im Raum von Langenlois nach anderen Möglichkeiten umzusehen. Nach einer Reise in die USA zu den Forschungsstellen für Wetterbeeinflussung in Colorado brachten Fachleute das System der Hagelabwehr mit dem Flugzeug nach Österreich. Als Vorbild galt auch das Verfahren, wie es im Landkreis Rosenheim, in Bayern bereits angewandt wurde. Man montierte Brenner an die Flugzeuge und konnte damit das verbrennende Silberjodid direkt und wirkungsvoll in die Hagelentstehungs-Zonen bereits vor dem zu schützenden Gebiet einbringen. Eben dieses System wurde in der Steiermark im Jahre 1982 eingeführt. Walter Golob begann im Bezirk Radkersburg, die Hagelabwehr mit dem Flugzeug durchzuführen. Im Laufe der Jahre verfeinerte und verbesserte er das System, indem er die eingesetzten Generatoren an den Flugzeugen technisch weiterentwickelte das System der Einbringung des Silberjodids in die Wolken verfeinerte die Art der Befliegung an die neuen meteorologischen Erkenntnisse anpaßte das System der Wetterbeobachtung ausbaute.
Radarbild der AUSTRO CONTROL vom 28.06.2006 um 17:00 Uhr Auf der Leiste oben und rechts sehen Sie die Höhe der Wolken, ein Teilstrich sind 1.000 Meter, die gezeigten Wolken sind also über 15 Km hoch. Die rote Farbe ist fast sicher Hagel Um dieser Methode, aber auch die entsprechenden Erfolge zu bescheren, ist es notwendig, eine Informationsinfrastruktur, nämlich eine Einsatz- und eine Wetterzentrale mit eigenem Radar- und Meteo-Sat aufzubauen. Nun werden auch alle Informationen des INTERNET genutzt - ob in der Einsatzzentrale oder direk im Flugzeug. Da die Informationen mit Wetterradar (alle 5 Minuten ein aktuelles Radarbild, von gesamt Österreich oder Regional, mit Wolkenhöhe und Stärke) oder mit Satellitenbilder usw. welche die AUSTRO Control und die ZAMG anbieten, sind so hervorragend, dass wir auf ein eigenes Bodenradar verzichten können. Unserer Flugzeuge haben ein Wetterradar an Bord. ![]() Wetter- und Bodenradar im Flugzeug ![]() Internet direkt im Flugzeug
Errichtet von Mag. Bettina Golob 1996
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