Nur die SÜDFLUG HAGELABWEHR schützt seine Mitglieder
auch bei NACHT vor HAGEL !!

WETTERFLÜGE

SÜDFLUG Ges.m.b.H. 9873 DÖBRIACH am Millstättersee, Seeleiten 8
Kommerzialrat Walter Golob GF
Tel.: 0043 4246 7488, H: 0664 3453 750, E-Mail

Wir haben jahrzehnte ERFAHRUNG

Teamarbeit sichert den Erfolg

Der Schlüssel zum Erfolg eines funktionierenden Hagelabwehr-Einsatzes hängt nicht nur von der eingesetzten Technik ab, vielmehr bestimmt ein eingespieltes Team von Piloten und Wetterbeobachtern über Erfolg und Mißerfolg der Einsätze.

Hagelabwehr mit Flugzeugen hat mit der Romantik des Fliegens jedoch nur wenig zu tun. Sie erfordert vielmehr mutige und erfahrene Piloten, die in enger Zusammenarbeit mit Wetterbeobachtern die Einsätze planen. Walter Golob selbst bzw. ein Pilot lebt jedes Jahr von Beginn der Hagelabwehr-Saison im Mai bis September wenige Meter von seinen Flugzeugen entfernt in einem Wohnwagen am Flughafen Graz-Thalerhof, um bei Hagelgefahr keine wertvollen Minuten zu verlieren. Er ist rund um die Uhr- und das bedeutet TAG und NACHT - einsatzbereit. Er wird von sechs Piloten, die auf Abruf bereit stehen, unterstützt.

Für die Früherkennung der Gewitter wurde eine Wetterbeobachtungsstation in der Einsatzzentrale direkt bei den Flugzeugen am Flughafen Graz-Thalerhof aufgebaut. Das Beobachten der Entwicklung der Wettersituation mit Hilfe von Radar- und Satellitenbildern bringt ihn ständig auf den aktuellsten Stand, und er kann herannahende Gewitterfronten bzw. deren hagelträchtige Kerne frühzeitig erkennen. Vervollständigt wird das System durch Wetterbeobachter, die in verschiedenen Regionen der Steiermark wohnen und über Funk die regionale Entwickungen an die Flugzentrale und direkt an die Flugzeuge weitergeben.

Besonders erfolgversprechend sind großräumige Hagelabwehreinsätze, bei denen Gewitterwolken bereits bei ihrem Aufbau mit Silberjodid (AgJ) "beimpft" werden. Das bedeutet, daß zu einer erfolgreichen Hagelabwehr auch die enge Zusammenarbeit mit den Auftraggebern, also den Gemeinden, notwendig ist.

Wichtig dabei ist auch eine ausreichende Information über die Durchführung der Einsätze, damit haltlose Gerüchte, die immer wieder die Hagelabwehr in Verruf bringen, wenig Chance haben.

Daher hängt der Erfolg nicht zuletzt von den Gemeinde-Betreuern in den einzelnen Bezirken ab, die den Kontakt mit den Bürgermeistern halten und bei Fragen und bei Problemen jederzeit Auskunft geben können. Für jeden Bezirk ist ein Betreuer zuständig. Sie sind in der Region zuhause und großteils Landwirte. Sie kennen also die Bedürfnisse und Probleme der Gemeinden im Bezug auf die Landwirtschaft und sind daher vertrauenswürdige und kompetente Partner für die Gemeinden.

Was leistet die Hagelabwehr?

Auf Jahre hin zerstörte Wein- und Obstkulturen, Ernteausfälle, beschädigte Autos und Dächer, verwüstete Hausgärten und Parkanlagen - beliebig läßt sich diese Liste der möglichen Schäden durch Hagelschläge fortsetzen. Seit Jahrhunderten versucht vor allem die Landwirtschaft dem Hagel Herr zu werden. Auch heute noch verursachen rund um unsere Schutzgebiete schwere Hagelgewitter Schäden in Milliarden Beträgen.

Durch die Verhinderung von Hagelschlägen sollen solche Schäden vermieden werden. Wenn man den Aufbau einer Gewitterwolke und seinen Ablauf genau kennt, so ist die Methode relativ einfach zu verstehen:

Die Menge an Feuchtigkeit, die in den Gewitterwolken vorhanden ist, ist nicht allein maßgeblich für das Entstehen von Niederschlägen und Hagel. Es müssen auch Kondensationskerne vorhanden sein, an denen sich das Wasser anlagern und zu Hagelschlossen (= Hagelkörner) gefrieren kann. Solche Kondensationskerne sind in der Luft vorhandene feine Staubteilchen, die von der Erdoberfläche mitgerissen werden, während die Gewitterwolke entsteht. Durch die Maßnahmen zur Luftverbesserung in den letzten Jahren hat sich die Anzahl der Staubteilchen in der Luft verringert. Dadurch entstehen im Fall der Hagelbildung häufig weniger, dafür um so größere und damit gefährlichere Hagelschlossen.

Die Hagelabwehr macht sich dieses Phänomen zu Nutze, indem sie die Anzahl der vorhandenen Kondensationskerne künstlich vermehrt. Damit bewirkt man, daß die Hagelkörner relativ klein bleiben, denn die Wassermoleküle in der Luft haben mit der erhöhten Anzahl an Kondensationskernen viele Möglichkeiten, sich anzulagern. Die so gebildeten Hagelkörner tauen auf ihrem Weg durch die Wolken meist auf und fallen als Regen oder lediglich matschige Hagelkörner aus, die keinen Schaden mehr anrichten können.

Dasselbe System wird übrigens in extrem trockenen Gebieten genutzt, um Wolken, die zwar eine hohe Feuchtigkeit aufweisen, aber durch den Mangel an Kondensationskernen nicht zu regnen beginnen, trotzden zum Regen zu bringen. Die Wolken werden ebenfalls künstlich mit Silberjodid-Teilchen geimpft, um der vorhandenen Feuchte die Gelegenheit zum Kondensieren zu geben. An diesen Teilchen bilden sich die Wassertröpfchen und fallen zu Boden, was ohne diesen Kunstgriff nicht geschehen wäre.

Daß natürlich nicht auf Anhieb ein optimaler Erfolg erzielt werden konnte, war allen Beteiligten klar, als 1982 mit der Hagelabwehr mit Flugzeugen begonnen wurde. Doch die Jahre haben viel an Erfahrung und Verbesserungen in der technischen Ausrüstung mit sich gebracht. So wurde die Technik der Generatoren, die an den Flugzeugen befestigt werden, wesentlich verbessert und die Verwendung von Computern das Angebot an Internet-Informationen gemeinsam mit einem Wetterradar und einem Satellitenempfänger ermöglichen heute die genau Erfassung und frühzeitig Erkennung von Gewitterzellen und Hagelbildungszonen. Auch sind lt. Aussage von Meteorologen bisher seit 26 Jahren in den Einsatzgebieten keine schweren, nachhaltigen Hagelschäden mehr in unserem Schutzgebiet mehr registriert worden.

1982 Walter Golob GF2007

Unser Topteam 2007

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